MORO Kommunale und regionale Aspekte im Fokus – Transnationale Zusammenarbeit (Interreg B) 2028–2034
Mit dem Modellvorhaben der Raumordnung „Interreg 2028+“ werden BMWSB, BBSR und die Bundesländer dabei unterstützt, gute Rahmenbedingungen für eine starke Beteiligung der Zielgruppen an den zukünftigen Interreg B Programmen zu schaffen. Das Projekt analysiert, wie die transnationale Zusammenarbeit künftig ausgestaltet werden kann, damit Städte, Gemeinden und Regionen in Deutschland stärker von Interreg B profitieren. Im Fokus stehen Förderbedingungen, thematische Schwerpunkte und praxisnahe Ansatzpunkte für die Förderperiode 2028–2034.
Die Vorbereitungen für die EU-Kohäsionspolitik in der Förderperiode 2028–2034 sind angelaufen. Die Veröffentlichung des Vorschlags zum Mehrjährigen Finanzrahmen, erste Verordnungsentwürfe der Europäischen Kommission sowie laufende politische Diskussionen lassen auf einige Kontinuität, aber auch zahlreiche Änderungen der Förderarchitektur schließen, die auch die transnationale Zusammenarbeit im Rahmen von Interreg B betreffen. Diskutiert werden unter anderem neue Governance-Ansätze, leistungsorientierte Elemente sowie eine stärkere inhaltliche Fokussierung auf Themen wie Transformation, Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und Sicherheit.
Vor diesem Hintergrund besteht aus deutscher Sicht ein besonderes Interesse daran, dass die künftigen Interreg B-Programme weiterhin einen klaren Mehrwert für Städte, Gemeinden und Regionen bieten. Kommunale und regionale Akteure spielen eine zentrale Rolle bei der Umsetzung integrierter räumlicher Entwicklungsansätze, wie sie auch die Territoriale Agenda 2030 fordert, stehen jedoch häufig vor formalen, strukturellen und inhaltlichen Hürden bei der Beteiligung an transnationalen Projekten. Gleichzeitig unterscheiden sich die räumlichen Herausforderungen in den einzelnen Programmräumen und erfordern eine passgenaue Ausgestaltung der Förderthemen und -instrumente.
Um die künftige transnationale Zusammenarbeit praxisnah und akteursfreundlich auszurichten, ist es daher erforderlich, sowohl die veränderten europäischen Rahmenbedingungen als auch die spezifischen Bedarfe und Herausforderungen des Bundes und der an den Programmräumen beteiligten Bundesländer und ihrer Städte und Regionen herauszuarbeiten.
Ziel des Projekts Interreg 2028+ ist es, Bund und Länder fachlich dabei zu unterstützen, gute Rahmenbedingungen für eine starke Beteiligung deutscher Städte, Gemeinden und Regionen an der transnationalen Zusammenarbeit im Rahmen von Interreg B in der Förderperiode 2028–2034 zu schaffen.
Dazu untersucht das Projekt, welche formalen und strukturellen Förderbedingungen die Beteiligung kommunaler und regionaler Akteure begünstigen oder erschweren, welche thematischen Schwerpunkte aus deutscher Sicht in den einzelnen Programmräumen besonders relevant sind und wie diese mit den künftigen Fördermöglichkeiten der transnationalen Zusammenarbeit zusammenpassen. Aufbauend darauf werden konkrete Ansatzpunkte entwickelt, um Programme, Verfahren und Inhalte stärker an den Bedarfen der Zielgruppe auszurichten. Die Ergebnisse dienen als Informations- und Entscheidungsgrundlage für die Vorbereitung der künftigen Interreg B-Programme und leisten einen Beitrag dazu, die transnationale Zusammenarbeit stärker mit nationalen Förder- und Forschungsprogrammen zu verzahnen und den europäischen Mehrwert integrierter territorialer Projekte zu sichern.
REM Consult bildet zusammen mit SPRINT – wissenschaftliche Politikberatung PartG die Arbeitsgemeinschaft für dieses Modellvorhaben der Raumordnung. Gemeinsam wird das BBSR u.a. darin unterstützt, die Rahmenbedingungen für die künftige transnationale Zusammenarbeit zu analysieren, einen breiten Konsultationsprozess unter Projekt- und Programmakteuren durchzuführen, internationale Gute Beispiele zu analysieren und systematisch Hemmnisse zu untersuchen sowie Ansatzpunkte für eine stärkere Beteiligung zu entwickeln.

