Einblick: Praktikum im Projektmanagement

Seit mehr als zehn Jahren haben über 40 Praktikantinnen und Praktikanten aus Europa und der Welt unser Büro bereichert. In loser Folge möchten wir sie nun vorstellen, um ihnen ein Sprachrohr zu bieten und gleichzeitig interessierten Bewerberinnen und Bewerbern einen Eindruck unseres Arbeitsalltags zu vermitteln.

praktikum im projektmanagement
Ihar Buika war im vergangenen Sommer Praktikant bei REM Consult und schließt  zurzeit sein Master-Studium in Humangeographie an der Universität Bayreuth ab. Ihar, Wie bist Du auf REM Consult gestoßen? Was hat Dich dazu bewegt, Dich für ein Praktikum im Projektmanagement bei uns zu bewerben?

Mein Studienfach ist thematisch sehr vielfältig. Mein persönliches Interesse liegt im Bereich der politischen Geographie. Ich interessiere mich insbesondere für Fragen der gesamteuropäischen territorialen Integration. Dieser Bereich im Allgemeinen sowie das Management europäischer Projekte im Besonderen ist für mich von hohem Interesse. Gleichzeitig ist mir klar geworden, dass viele Fähigkeiten im Projektmanagement „handwerklicher“ Natur sind. Sie kommen an der Universität nicht ausreichend vor und können nur in der Praxis richtig gelernt werden. Das Praktikum im Projektmanagement war daher wertvoll für mich. Einige dieser Fähigkeiten habe ich auf jeden Fall mitgenommen.

Wie würdest Du die Aufgaben beschreiben, die bei REM Consult bewältigt werden?

Die Aufgaben sind relativ vielfältig. Meistens dienen sie dem operativen Geschäft. Die Bewältigung einiger Aufgaben hat einige Tage gedauert. Andere Aufgaben konnten hingegen innerhalb weniger Stunden erledigt werden. Der Raum für kreative Entfaltung eigener Ideen ist grundsätzlich ebenfalls gegeben. Zum Beispiel durfte ich bereits umrissene Projektkonzepte weiterentwickeln und neue Projektideen skizzieren. Letzteres klingt viel einfacher als es in der Tat wirklich ist. Zunächst muss man sich zunächst ein klares Bild vom Thema, den Kompetenzfeldern der beteiligten Organisationen verschaffen. Außerdem haben die verschiedenen Fördermöglichkeiten jeweils ihre spezifischen Anforderungen.

Welche Aufgaben haben Dir besonders gut gefallen? Was hat Dich überrascht?

Ich muss sagen, dass mich so gut wie keine Aspekte des Aufgabenspektrums „überrascht“ haben. Ich habe sie alle mit Interesse und Ehrgeiz wahrgenommen. Dies gilt sowohl für einfache Aufgaben oder, als auch zum Beispiel für ausführliche inhaltliche Analysen. Ein Beispiel: Das Korrekturlesen von Projektberichten für Förderprogramme erschien mir auf den ersten Blick eher banal. Letztlich konnte ich dadurch aber die Prozesse in der Projektumsetzung begreifen und Zusammenhänge herstellen. Ich habe auch an zwei transnationalen Projekttreffen teilnehmen dürfen. Hier habe ich besonders viel mitgenommen. Das lag sowohl an der inhaltlichen Arbeit, als an der internationalen Atmosphäre.

Welchen Berufswunsch hattest Du mit 7 Jahren?  Hat die Arbeit bei REM Consult Gemeinsamkeiten damit?

Soweit ich mich noch erinnern kann, wollte ich in früher Kindheit Verkäufer werden. Kinder – und ich damals auch – schätzen die „einfachen“ Berufe sehr hoch, da deren Ergebnis und Nutzbarkeit sofort ersichtlich sind. Außerdem konnte ich gut zählen! Diese Passion lässt sich im Rückblick ziemlich schwer mit Projektmanagement vereinbaren. Einige Jahre später, nachdem ich die Schule zum ersten Mal gewechselt habe und Geographie für mich entdeckt hatte, wollte ich schon Diplomat werden. Die Annäherung an den Alltag eines Projektmanagers hat mir nun vor Augen geführt, dass bestimmte „diplomatische“ Fähigkeiten im Beruf unabdingbar sind. Weise Menschen hatten bereits vor langer Zeit gemerkt, dass man mit Vorsicht träumen sollte – alle Träume werden wahr!

Kannst Du Dir vorstellen, nach Deinem Praktikum weiter in EU-Projekten zu arbeiten?

Mein Studienfach der Humangeographie ist thematisch sehr vielfältig. Mein persönliches Interesse liegt im Bereich politische Geographie und europäische territoriale Integration. Dieser Bereich im Allgemeinen sowie das Management europäischer Projekte interessiert mich sehr. Gleichzeitig ist mir klar geworden, dass viele Fähigkeiten des Projektmanagement „handwerklicher“ Natur sind. Das heißt, dass sie an der Universität nicht ausreichend studiert oder gelernt werden und nur in der Praxis angeeignet werden können. Ein paar davon habe ich aus dem Praktikum auf jeden Fall mitgenommen.

Und zum Schluss: Wie gefällt Dir Hamburg? Wirst Du nach dem Praktikum bleiben?

Hamburg ist die erste maritime Stadt, die ich in meinem Leben erleben durfte. Im Dezember 2013 war ich zum ersten mal hier. Im Laufe des damaligen relativ kurzen Aufenthaltes hatte die Stadt auf mich einen überwältigenden Eindruck hinterlassen. Beeindruckende Architektur, ein riesiger, wie eine Stadt in der Stadt wirkender Hafen, umhüllt mit Möwengeschrei, viel Wasser und nasskaltem Wind. Das waren meine ersten Eindrücke von Hamburg. Im vergangenen Jahr hatte ich einen noch kürzeren Stopp in Hamburg auf dem Weg nach Flensburg. Im Laufe des Praktikums konnte ich nun die Größe und die Vielfältigkeit von Hamburg systematisch und ausreichend – wie es sich für einen Stadtforscher gehört – entdecken und erleben. Nach dem letzten Arbeitstag habe ich Hamburg verlassen, um auf jeden Fall eines Tages zurückzukommen.

Vielen Dank für das Gespräch, Ihar!
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