Green Deal Call: Anträge in Horizon 2020
Bis zum 27. Januar 2021 wurden 1.550 Projektanträge in acht Themenbereichen sowie zwei Querschnittsbereichen eingereicht. Administrativ wurde der Green Deal Call über das Förderprogramm Horizon 2020 abgewickelt. Dessen letzter Call der laufenden Förderperiode war nun gleichzeitig auch der größte. REM Consult hat die KoordinatorInnen dreier Anträge in der Entwicklung ihrer Projekte unterstützt: ZEROPOLL, SURFACE und KARMA. Die drei Anträge bringen starke Konsortien zusammen, mit jeweils bis zu 30 Partnerorganisationen und bis zu 20 Millionen Euro Projektbudgets. Hierbei konnten wir unsere bewährten Methoden für Kooperationsprojekte und unsere langjährige Expertise in der Projektentwicklung unterschiedlichster Fachdisziplinen und Förderprogramme auf dieser wettbewerbsträchtigen Ebene einbringen. Wir sind stolz darauf, drei zukunftsweisende Ideen mitgeformt zu haben – und freuen uns, im Erfolgsfall diese Projekte auch in den Bereichen Projektmanagement und -kommunikation unterstützen.
ZEROPOLL
ZEROPOLL (ZERO-POLLution and One Health: Aquatic predators as sentinels for early action warning) verfolgt einen Paradigmenwechsel in der Bewertung und dem Management von Umweltrisiken, die durch die kontinuierliche Belastung und Akkumulation persistenter und mobiler Chemikalien in Tier und Mensch zunehmen. Ein EU-weites Frühwarnsystem zur Erkennung von Verschmutzungssignalen soll mittels einer ökosystemorientierten OneHealth-Risikobewertung aufgebaut werden. Außerdem arbeitet ZEROPOLL an einer EU-weiten Datenerfassung von Schadstoffbelastungen in aquatischen Raubtieren und menschlichen Kohorten. Darauf aufbauend lassen sich (1) chemische Schadstoffe identifizieren, (2) Risikobewertungen für Mensch und Tier durchführen und (3) innovative Lösungsansätze einer biologischen Sanierung entwickeln. Damit trägt ZEROPOLL maßgeblich zur Umsetzung der EU-Chemikalienstrategie bei, die eine Neuausrichtung der Risiko- und Gefahrenbewertung von Chemikalien anvisiert.
Koordinatorin: Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
SURFACE
SURFACE (Synthetic Turfs in a Circular Economy Context) widmet sich dem Eintrag von Mikroplastik und Chemikalien aus Kunstrasen in die Umwelt. Was zunächst nach einem Nischenthema klingt, hat in der Praxis einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf Böden und Gewässer. Allein in Europa gibt es 93.000 Kunstrasenplätze, die 112 Quadratkilometer Oberfläche bedecken. Um gute Spieleigenschaften zu gewährleisten, ist der allergrößte Teil dieser Spielfelder mit sogenanntem infill versehen. Hierfür wird oftmals Gummigranulat verwendet, das aus alten Autoreifen hergestellt wird. Gemäß einer Studie des Swedish Environmental Institute verliert ein durchschnittliches Spielfeld eine halbe Tonne Material pro Jahr. Dieser Eintrag belastet Böden und Gewässer und stellt mittelfristig auch eine Gefahr für die menschliche Gesundheit dar. Neben Mikroplastik betrifft dies unter anderem PAHs (Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe) und Schwermetalle. Vor diesem Hintergrund erarbeitet SURFACE neue Wertschöpfungsketten für Kunstrasensysteme. Neu entwickelte Produkte sollen nicht nur frei von Mikroplastik und Umweltgiften sein, sondern gleichzeitig auch Nutzerfreundlichkeit und Kosteneffizienz wahren. SURFACE zieht unterschiedliche Klimabedinungen in Betracht und zeigt, wie sich Herstellung, Betrieb und Recycling nach Circular-Economy-Prinzipien gestalten lassen.
Koordinatorin: Norwegian University of Science and Technology
KARMA
Bei KARMA (Circular Economy in Cities & Regions for a better Future) ist der Titel Programm: Tue Gutes in der Gegenwart und dir wird Gutes widerfahren in der Zukunft. KARMA vereint 24 Partner aus Hamburg, die zirkuläre Wirtschaft in einem räumlichen Ansatz entlang von drei systemischen Lösungen umsetzen. Dies beinhaltet (1) ein zirkuläres Ökosystem für die Hamburger Wirtschaft mit integrativen Ermöglichungsstrukturen, (2) Circular Economy Hubs als Instrument zur lokalen Schaffung von Kreislaufwirtschaft durch Bürgerengagement und lokale Produktion sowie (3) ein Mechanismus, um Materialströme in den städtischen Stoffwechsel zurückzuführen. Das Konsortium wird angeführt durch die Senatskanzlei, die Umweltbehörde sowie die Wirtschaftsbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg. Darüber hinaus gehört eine Vielzahl von Akteuren aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Forschung zur KARMA-Partnerschaft. Zusätzlich wird das Konsortium von internationalen Partnern unterstützt. Ihre Rolle ist es, die weitere Entwicklung und Replikation der Lösungen über den Hamburger Kontext hinaus voranzutreiben. Ein wichtiger Bestandteil von KARMA ist daher die direkte Einbindung und Ko-Kreation der systemischen Lösungen mit den „Expertenstädten“ Brüssel, Kopenhagen, Glasgow und Prag.
Koordinatorin: Freie und Hansestadt Hamburg
Wir bedanken uns für das Vertrauen der PartnerInnen und AuftraggeberInnen. Für die Evaluation und Genehmigung drücken wir allen Konsortien die Daumen. Sie benötigen Unterstützung für Ihre Projektentwicklung (Horizon Europe, Interreg, Leader, nationale und viele weitere Programme) oder suchen Orientierung für die kommende Förderperiode 2021-2027? Sprechen Sie uns gerne an!
Weitere Informationen
REM für Ihre virtuelle Projektveranstaltung
Sie suchen Unterstützung für Ihre virtuelle Projektveranstaltung? Ob Projektmeeting, Konferenz oder Workshop, ob für EU-Projekte oder andere Kontexte – profitieren Sie von unserer Erfahrung mit virtuellen Veranstaltungen.

Wir haben über fünfzehn Jahre Erfahrung mit der Organisation und Moderation von Veranstaltungen. Seither leiten wir Konferenzen und Arbeitsmeetings in EU-Projekten, führen Schulungen rund um Kooperationsmanagement durch und moderieren Fachveranstaltungen Dritter. Nun hat der Ausbruch von COVID-19 nicht nur den Arbeitsalltag der meisten Menschen auf den Kopf gestellt, sondern insbesondere auch die Zusammenarbeit in größeren, internationalen Gruppen. Auf absehbare Zeit verlagert sich ein Großteil der Projektkommunikation in den virtuellen Raum. Das bedeutet auch, dass die eingeübten Abläufe für transnationale Kooperationsprojekte nicht mehr wie gewohnt funktionieren.
Aus unserer langjährigen Erfahrung wissen wir, worauf es bei Projektveranstaltungen ankommt – und dass die gleichen Regeln sich nicht eins zu eins in die virtuelle Welt übertragen lassen. Dank regelmäßiger Anwendung und laufenden Fortbildungen zu (digitalen) Kommunikations- und Moderationstechniken haben wir einerseits ein Auge für den vermeintlichen „Kleinkram“. Dazu gehört zum Beispiel die richtige technische Ausstattung oder ein durchdachtes Anmeldungsmanagement. Andererseits wissen wir aber auch um die Bedeutung von grundlegenden Fragen zu Format und Methodik:
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Welche Methoden eignen sich in meinem Fall für die Aktivierung von Teilnehmenden?
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Wie kann ich auch im virtuellen Raum echte Interaktion herstellen?
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Wo und wie ist es sinnvoll, andere Kanäle (etwa Twitter) oder interaktive Tools einzubauen?
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Welche Wege gibt es, um informelles Networking auch virtuell zu ermöglichen?
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Welche Möglichkeiten gibt es für hybride Veranstaltungen?
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Wie kann ich bei öffentlichen Veranstaltungen zielgruppengerecht Gäste werben?
Sich mit diesen und weiteren Fragen auseinanderzusetzen ist der erste Schritt zu gelungenen virtuellen Projektmeetings und -konferenzen. Dabei unterstützen und beraten wir Sie gerne und übernehmen auch die Organisation, Moderation und Durchführung Ihrer virtuellen Veranstaltung. Kontaktieren Sie gerne ein Mitglied unseres Teams.
Leistungen
In EU-Projekten organisieren wir regelmäßig Meetings und öffentliche Konferenzen – sowohl virtuell als auch physisch, wenn die Situation es zulässt. Aktuell gehören dazu zum Beispiel unsere Projekte AREA 21 und MAMBA mit virtuellen Veranstaltungsreihen im September. Daneben organisieren wir auch Trainings rund um Fördermittelakquise, Kooperationsprojekte und Internationalisierung (zuletzt etwa zum Thema Herausforderungen von Kooperationen meistern in LEADER) und übernehmen die Moderation von Fachveranstaltungen Dritter. Auf unserer Seite finden Sie zudem allgemeine Informationen zu unseren Leistungen in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement.
Ausgezeichnet: Flaggschiff-Status für AREA 21
AREA 21 hat ein neues Modell für die Energieplanung entwickelt: Energy Improvement Districts (EID). Nun hat die EU-Strategie für den Ostseeraum (EUSBSR) das Projekt als sogenanntes Flaggschiff ausgezeichnet. Damit gelten AREA 21 und das EID-Konzept als besonders wirksame Instrumente für die Energie-Ziele der Region.
AREA 21 und das Nachfolgeprojekt AREA 21 + action haben den Energy Improvement District entwickelt: Ein Konzept, das Energieplanung auf die Quartiersebene holt. Dabei ist der EID ein Instrument, das die Arbeit aller relevanten Akteure strategisch koordiniert. Hierzu gehören zum Beispiel Energieproduzenten, städtische Verwaltung, BürgerInnen und Interessengruppen. Während sektorale und zentralisierte Ansätze häufig ein Hindernis für nachhaltige Energieplanung darstellen, ist das EID-Konzept ein kooperatives Gegenmodell. In diesem Sinne ermöglichen Energy Improvement Districts eine bessere Abstimmung zwischen den Beteiligten – und damit besser koordinierte Maßnahmen für Energieeffizienz, grüne Energieproduktion und CO2-Einsparungen. Bislang wurden sieben Energy Improvement Districts in verschiedenen Ländern eingerichtet.
EUSBSR – Die EU-Strategie für den Ostseeraum
Die EU-Strategie für den Ostseeraum ist eine von vier sogenannten makroregionalen Strategien der Europäischen Union. Dabei soll die EUSBSR durch insgesamt 14 Policy Areas eine nachhaltige Entwicklung der Region ermöglichen, die zwischen den Ländern abestimmt ist. Außerdem soll sie, wie alle makroregionalen Strategien, wichtige EU-Ziele in diesen Teilräumen verankern. Hierfür hat die EUSBSR drei übergreifende Themenbereiche definiert: (1) saving the sea, (2) connecting the region und (3) increasing prosperity. Zurzeit wird die EUSBSR für die neue Förderperiode (2021-2027) überarbeitet.
EUSBSR-Flaggschiff-Status für AREA 21
In dieser Umbruchphase wurde AREA 21 nun ausgezeichnet: Aus Sicht der EUSBSR trägt AREA 21 mit seinen Energy Improvement Districts zu den Zielen der EUSBSR in der Policy Area Energy bei. Daher hat die EUSBSR im April entschieden, AREA 21 den Flaggschiff-Status zu verleihen. Dieser Auszeichnung zufolge setzt AREA 21 Maßstäbe für die Umsetzung der Energie-Ziele der Ostsee-Strategie (Energiesicherheit, Nachhaltigkeit, Wettbewerbsfähigkeit). Wir gratulieren AREA 21 zu dieser Annerkennung als strategisch wichtiges Projekt durch die EUSBSR! REM Consult unterstützt den Lead Partner, die HafenCity Universität Hamburg, im Projekt- und Finanzmanagement und der Öffentlichkeitsarbeit.



Weitere Informationen
Die EUSBSR: balticsea-region-strategy.eu
AREA 21: area21-project.eu
AREA 21 in unserer Projektdatenbank
Unsere Services für AREA 21: Projektmanagement, Finanzmangement, Projektkommunikation
Neue Wege für Mobilität im ländlichen Raum
Nach drei Jahren Projektlaufzeit kann MAMBA („Maximizing Mobility and Accessibility of Services in Regions Affected by Demographic Change“) konkrete Ergebnisse für den ländlichen Raum vorweisen: Mehr Lebensqualität, Mobilität und Daseinsvorsorge im Allgemeinen. Von ländlichem Carsharing über Co-Working Spaces auf dem Land bis hin zu flexiblen Bedienformen im ÖPNV hat MAMBA ein breites Spektrum an Kleinprojekten realisiert. Zusammengenommen zeigen sie, wie Mobilität und die Erreichbarkeit von Dienstleistungen im ländlichen Raum gewährleistet werden können – trotz demografischer Herausforderungen und knapper öffentlicher Kassen.

Mobilität im ländlichen Raum: Mehr als nur von A nach B
Während Car-, Ride- und Bikesharing und viele weitere, neue Mobilitätsformen in Europas Metropolen bereits weit verbreitet sind, stehen ländliche Gemeinden vor der Herausforderung, dass sich diese (Geschäfts-)Modelle nicht ohne Weiteres in den ländlichen Kontext übertragen lassen. Darüber hinaus erschweren demografischer Wandel und begrenzte finanzielle Ressourcen für viele Gemeinden die Gewährleistung der infrastrukturellen Grundversorgung. MAMBA hat über einen Zeitraum von drei Jahren innovative und effiziente Mobilitätslösungen für den ländlichen Raum entwickelt. Dabei betrachtet MAMBA Mobilität aus einer ganzheitlichen Perspektive: Neben den Wegen von A nach B geht es in MAMBA auch um die Erreichbarkeit und Bereitstellung von Dienstleistungen an ländlichen Orten.
Einmal um die Welt: Der erste Transport-on-Demand-Service im ländlichen Lettland
Unsere Projektpartner aus Lettland haben in zwei ländlichen Regionen einen Transport-on-Demand-Dienst auf die Beine gestellt – den ersten Service dieser Art in Lettland überhaupt. Für die zum Großteil ältere Bevölkerung, die ohne eigenes Auto von Ärzten, Einkaugsmöglichkeiten und anderen Dienstleistungen abgeschnitten sind, hat dieses Angebot einen großen Mehrwert. Während der Testphase wurde das Angebot für über 2.000 Fahrten genutzt, dabei wurde eine Strecke von rund 40.000 Kilometern zurückgelegt.
Flexible und innovative Lösungen für Mobilität im ländlichen Raum
Weitere Beispiel aus MAMBA sind zum Beispiel ein Co-Working Space im südlichen Schweden – um Arbeitswege in die nächstgrößeren Städte einzusparen – das Carsharing-Angebot „mobine“ aus dem Landkreis Cuxhaven (Niedersachsen) oder ein Ridesharing-Dienst im Umland der dänischen Stadt Vejle – allesamt Angebote, die in größeren Städten schon lange ihren Durchbruch hatten, deren Umsetzung im ländlichen Raum aber ganz andere Herangehensweisen erfordert.
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Soziale Innovation in Interreg: Neue Initiative
Das Konzept Soziale Innovation gewinnt an Bedeutung. Transnationale Kooperation kann dabei helfen, Soziale Innovationen zu stimulieren und generieren. Vor diesem Hintergrund haben sich über 30 Interreg-Projekte in der #socialinterreg-Kampagne zusammengetan. Gemeinsam wollen sie den Mehrwehrt aufzeigen, den Projekte rund um Soziale Innovation in Interreg haben – insbesondere vor dem Hintergrund, dass aktuell die neuen Interreg-Programme für die Förderperiode 2021-2027 vorbereitet werden.

Worum geht es und wer steht dahinter?
Die Kampagne baut auf drei Pfeilern auf, und zwar der Website www.socialinterreg.eu, dem Twitter-Hashtag #socialinterreg, sowie einem informellen Netzwerk von Projekten aus ganz Europa, die in verschiedenen Interreg-Programmen mit Sozialer Innovation arbeiten. Die Initiative ist aus dem Interreg-Ostseeprojekt SEMPRE bzw. SEMPRE Accelerators heraus entstanden. Sie wird koordiniert vom Diakonischen Werk Schleswig-Holstein, wird von uns – REM Consult – operationell geleitet und vom Bundesinnenministerium als sogenanntes Andockvorhaben im Programm Transnationale Zusammenarbeit gefördert.
Was ist Soziale Innovation?
Soziale Innovation ist ein komplexes Konzept und es gibt eine Vielzahl an Definitionen. Für diese Initiative haben wir uns auf die einfachste Variante geeinigt: Soziale Innovationen sind Innnovationen die sowohl in ihren Zielen als auch in ihren Mitteln sozial sind (Murray et al., The Open Book of Social Innovation 2010).
Übersetzt in den Kontext von Europäischer Territorialer Kooperation (Interreg) bedeutet dies, dass wir über innovative Produkte, Dienstleistungen oder Modelle sprechen, die (1) soziale Bedürfnisse befriedigen die durch gesellschaftliche Herausforderungen wie dem demografischen Wandel, Migration oder Klimawandel entstehen und (2) nicht in traditionellen, gewinnorientierten Settings entwickelt und umgesetzt werden, sondern in verschiedenen Konstellationen aus öffentlicher Verwaltung, privaten Akteuren und dem Nonprofit-Sektor – und zunehmend auch direkt von BürgerInnen und NutzerInnen von Dienstleistungen oder Produkten.
Warum Soziale Innovation in Interreg?
Projekte die mit dem Konzept Soziale Innovation arbeiten tragen zu den übergeordneten Zielen der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit bei. Sie generieren Wachstum und Jobs, stärken Inklusion und Integration, machen Städte und Regionen (wozu ausdrücklich auch der ländliche Raum gehört) zu Orten mit mehr Lebensqualität. Sie bringen die Europäische Idee und Europäische Werte näher zu Menschen, von denen einige vielleicht nur wenig von der EU wissen oder sie nur wenig wertschätzen. Erfahren Sie jetzt mehr auf www.socialinterreg.eu.
Soziale Innovation und Interreg ab 2021: Konferenz
Gemeinsam mit der #socialinterreg-Initiative möchten wir Sie zu einem interaktiven Workshop zum Thema Soziale Innovation in Interreg einladen. Wir freuen uns auf Projekte aus ganz Europa sowie auf SpeakerInnen verschiedener Interreg-Programme, der EUSBSR als makrokregionaler Strategie, EntscheidungsträgerInnen und ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis.
Worum geht es im Workshop?
Neben der weiteren Vernetzung von Projekten geht es im Workshop insbesondere darum, wie das Konzept Soziale Innovation in aktuellen und künftigen EU-Programmen zur territorialen Zusammenarbeit integriert werden kann. Darüber hinaus bietet der Workshop die Chance, einige Themen in Breakout Sessions zu vertiefen:
(1) Soziale Innovation in der EU-Strategie für den Ostseeraum (EUSBSR)
(2) Messbarkeit: Wie lässt sich der Einfluss von Projekten im Bereich Soziale Innovation messen?
(3) sektorübergreifende Zusammenarbeit für Soziale Innovation
Was hat es mit der #socialinterreg-Initiative auf sich?
Das Konzept Soziale Innovation gewinnt an Bedeutung. Transnationale Kooperation kann dabei helfen, Soziale Innovationen zu stimulieren und generieren. Vor diesem Hintergrund haben sich über 30 Interreg-Projekte in der #socialinterreg-Kampagne zusammengetan. Gemeinsam wollen sie den Mehrwehrt aufzeigen, den Projekte rund um Soziale Innovation in Interreg haben – insbesondere vor dem Hintergrund, dass aktuell die neuen Interreg-Programme für die Förderperiode 2021-2027 vorbereitet werden. Weitere Informationen finden Sie in diesem Beitrag sowie auf der Website socialinterreg.eu.
Wo kann ich mich registrieren?
Registrierung (geschlossen)
Agenda (PDF)
Weitere Informationen finden Sie auf socialinterreg.eu/workshop
BSR electric: Roadmap E-Mobilität veröffentlicht
Das Interreg-Projekt BSR electric hat eine neue Veröffentlichung zum Thema Elektromobilität herausgegeben: Unter dem Titel „Fostering e-mobility Solutions in Urban Areas in the Baltic Sea Region“ werden die wichtigsten Ergebnisse aus drei Jahren Projektlaufzeit diskutiert – redaktionell aufbereitet von REM Consult.

BSR electric fördert verschiedene Formen von Elektromobilität. In sieben Fallstudien hat sich das Projekt mit E-Logistik und Logistik in Stadträumen, E-Scootern, E-Bussen, E-Bikes und E-Fähren auseinandergesetzt. Die Projektpartner haben diese Lösungen in verschiedenen Regionen in Nordeuropa getestet und auf ihr Potential hin untersucht.
Die jetzt veröffentlichte Roadmap präsentiert diese sieben Fallstudien und diskutiert die wichtigsten Projektergebnisse. Das Dokument adressiert städtische Akteure aus dem Bereich Elektromobilität sowie Entscheidungsträger. REM Consult wurde vom Lead Partner des Projekts, der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, mit der Redaktion der Roadmap betraut.
Weiterführende Informationen
Creative Ports: Virtuelles Partner Meeting
Partner machen online Fortschritte inmitten anhaltender Reisebeschränkungen
Trotz der Einschränkungen von COVID-19 machen die Partner von Creative Ports weitere Fortschritte. Das sechste transnationale Partnertreffen wurde als dreitägige Veranstaltung vom 7. bis 9. Oktober 2020 online organisiert, anstatt wie geplant in Rendsburg zu tagen. Alle 14 Projektpartner aus den Ländern des Ostseeraums kamen zusammen, brachten sich gegenseitig auf den neuesten Stand, diskutierten und interagierten in erheiternden Team-Building-Übungen, wie beispielsweise beim „Kneipenquiz“ am Morgen.
Obwohl die Zusammenarbeit und Moderation online etwas schwieriger zu bewerkstelligen ist, ebnete das Treffen den Weg für eine Diskussion über eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen den Akteuren der Kultur- und Kreativwirtschaft der teilnehmenden Länder, indem sie sich der Herausforderung der andauernden COVID-19-Pandemie stellen und Strategien zur Erschließung ihres Internationalisierungspotenzials vorantreiben. Durch die Zusammenarbeit mit enthusiastischen und engagierten Partnern, die alle den Geist des Projekts schätzen, leitete das Treffen die entscheidende Phase ein, in der die Internationalisierungs-Tools erprobt werden, die schließlich zu Lernmodulen auf der Creative Ports Online-Plattform führen werden. Auch wenn die Partner traurig darüber waren, dass sie sich diesmal nicht persönlich treffen konnten, wird das Projekt mit vollem Schwung und im Vertrauen auf seine zukünftigen Ergebnisse fortgesetzt!
Weiterführende Informationen
Energy Improvement Districts: Interview AREA 21
Das BBSR hat im Interreg-Blog einen Beitrag zum Kooperationsprojekt AREA 21 veröffentlicht. Im Interview erklärt Prof. Jörg Knieling von der HafenCity Universität Hamburg, was sich hinter dem sogenannten „Energy Improvement District“ (EID) verbirgt. In einem dreijährigen Prozess wurden in mehreren Städten EIDs realisiert. Nun gibt es konkrete Ergebnisse zu vermelden. Darüber hinaus lädt das Projekt zu einer digitalen Seminar-Reihe ein.

Zum Hintergrund des Projekts berichtet das BBSR: „Die Städte im Ostseeraum sind darauf bedacht, Energie einzusparen und sie möglichst effizient zu nutzen, um die Energiewende erfolgreich umzusetzen. Der Wohnungsbestand weist teils aber einen hohen Energieverbrauch auf. Deshalb zielt das Interreg-Projekt ‚AREA 21 – Baltic Smart City Areas for the 21st Century‘ darauf, die Energiesparpotenziale auf der Ebene der Bestandsquartiere besser zu nutzen. Mit Hilfe von ‚Energy Improvement Districts‘, bei denen Eigentümer, Bevölkerung und Energieversorger in die Energieplanung und ihre Umsetzung einbezogen werden, sollen die Quartiere langfristig klimaneutral werden.“
In sieben EIDs, d.h. in klar abgegrenzten Quartieren in Städten wie Hamburg, Lublin oder St. Petersburg, wird das Konzept seit 2017 umgesetzt. Dabei steht als Ergebnis in jedem EID eine von allen Akteuren gemeinsam entwickelte und getragene Strategie zur Verbesserung der Energieeffizienz. Kurz gesagt umfassen diese Strategien eine Vielzahl aufeinander abgestimmter Maßnahmen. Sowohl große Maßnahmen – etwa technische Aufrüstungen – als auch kleinere Maßnahmen – etwa Informationskampagnen – wurden jeweils vereinbart. Weitere Ergebnisse werden im Interview besprochen; lesen Sie den vollständigen Beitrag hier.
Zum Projektende richtet AREA 21 eine dreiteilige Online-Seminar-Reihe unter dem Titel „Energy District Webinars and Resources: Tools and Guidance for Integrated District-Level Energy Planning“. Mit Veranstaltungen am 1., 8. und 15. September stellt das Projekt seine Ergebnisse vor. Weitere Informationen zur Veranstaltungen finden Sie auf www.area21-project.eu/webinars.
REM Consult hat das Projekt gemeinsam mit dem Fachbereich Stadtplanung und Regionalentwicklung der HafenCity Universität Hamburg entwickelt und unterstützt AREA 21 seit 2017 im Projekt- und Finanzmanagement.
Weitere Informationen
Extension Stages & Seed Money Interreg Ostsee
Seed Money und Extension Stages: Mitte Juni hat das Interreg Ostseeprogramm grünes Licht für neue Projekte gegeben. Dabei waren auch sieben Anträge, die wir unterstützt haben. Wir gratulieren allen erfolgreichen AntragstellerInnen!

Die Förderperiode 2014-2020 endet demnächst. Jetzt hat das Monitoring Committee des Interreg Ostseeprogramms die mutmaßlich letzte große Welle an Projekten und Vorlaufprojekten bewilligt. Darüber freuen wir uns mit allen AuftraggeberInnen und Konsortien, die ihre Ideen nun realisieren dürfen. Einige von ihnen haben wir in der Entwicklung der Anträge unterstützt.
Seed Money
Einerseits hat das Programm Anträge auf Seed Money ausgewählt. Seed Money steht für Fördermittel, die das Ostseeprogramm für Projektentwicklungen vergibt. Dabei gilt, dass nur Vorhaben gefördert werden, die die Umsetzung der EU-Ostseestrategie stärken. Sobald die mit Seed Money finanzierten Projekte fertig entwickelt sind, können sie bei verschiedenen Förderprogrammen eingereicht werden. Dazu gehören zum Beispiel künftige Interreg-Programme (2021-2027), aber auch Horizon 2020, Erasmus+, oder ESF+. In einem zweistufigen Verfahren hat das Ostseeprogramm nun 37 Anträge bewilligt. Dabei adressieren die von uns unterstützten Projekte verschiedene Themenfelder der Ostseestrategie: die „Policy Areas“ Education, Hazards, Energy und Culture und die „Horizontal Action“ Climate.
Extension Stage
Andererseits wurden auch sogenannte Extension Stages genehmigt. Anders ausgedrückt geht es um Verlängerungen laufender Projekte um neun Monate. Auf den jüngsten Aufruf konnten sich Projekte aus dem zweiten Call des Ostseeprogramms bewerben. Nun hat das Programm 17 Anträge ausgewählt. Dabei haben wir als REM Consult zwei Projekte unterstützt, die beide erfolgreich waren: AREA 21 + Action und Energize Co2mmunity. Beide beziehen sich auf das Thema Energie. In Energize Co2mmunity geht es um Bürgerenergie, in mehreren Ländern realisieren Bürger und lokale Akteure konkrete Vorhaben. Bürgerenergie gilt als wichtiger Faktor, um den Anteil grüner Energie zu erhöhen. Außerdem kann Sie einen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel leisten. Das zweite Projekt, Area 21 + Action, stärkt kooperative Energieplanung auf lokaler Ebene. Das Vorgängerprojekt AREA 21 hat das Konzept der „Energy Improvement Districts“ entwickelt. Darauf aufbauend soll die Extension Stage vor Ort in den „Energy Improvement Districts“ greifbare Maßnahmen umsetzen.
Das Programm hat alle Anträge, die wir unterstützt haben, genehmigt. Wir freuen uns über das Vertrauen der PartnerInnen und AuftraggeberInnen. Viel Erfolg bei der Umsetzung!





